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B-Seite

Limbo Messiah ?!


„Ist ´ne Bombe (bzw. Granate, Rakete, Dynamit, oder irgendein anderer möglichst martialischer Ausdruck, der die musikalische Sprengkraft unserer fünf Freunde unterstreicht)!“ So lautet in etwa das höchste Lob, das die Beatsteaks zu vergeben haben. Damit wir uns nicht falsch verstehen, die fünf Berliner sind Pazifisten. Torsten Scholz definiert das Wort folgendermaßen: „Total geil, absolut krass, mega-fett, bzw. wundervoll, bezaubernd, nice oder auch tight, Alter.“ Das Ziel für „.Limbo Messiah“ - also das Album, um das es hier geht - war damit klar, „wir wollten mal wieder ´n paar Bomben, bzw s.o. an den Start bringen“, sagt Sänger Arnim Teutoburg-Weiß.

Bereits mit den vier Alben zuvor war es den Beatsteaks gelungen, einen unverwechselbaren Voll-auf-die-Zwölf/Glocke/Nuß/Eier-Sound zu kreieren. Ihr „Smack Smash“ (2004) bot den vorläufigen Höhepunkt, es wurde nicht nur mit Gold ausgezeichnet, sondern lieferte auch noch drei unwiderstehliche Single-Ohrstürmer.

„.Limbo Messiah“ ist völlig anders und dabei doch typisch Beatsteaks. Knapp die Hälfte der Songs wird von dieser Katapult-Energie angetrieben, die man auch bei amerikanischen Hardcore-Kapellen der Achtziger findet. „Bands wie Black Flag, Minor Threat undsoweiter konnten zwar nicht spielen wie Pink Floyd, hatten aber diese unglaubliche Power. Während die Bad Brains diese abwechselungsreiche Musikalität besaßen“, schwärmt Torsten. Das ist aber noch lääängst nicht alles. Neben den besagten blitzartigen Energie-Schauern (z.B. „As I Please“, „Bad Brain“, „Sharp, Cool & Collected“ u.a.) besitzt „.Limbo Messiah“ noch viele andere Klangfarben: „She Was Great“ etwa hat einen funky Groove und Falsettgesang; „Soljanka“ ist ein kompakter Rocker gekrönt von stürmischen Keith-Moon-Drums; „E-G-O“ entpuppt sich als Abenteuer, das einem bei jedem Hören neue Kicks verschafft. Und in dem frenetischen „Demons Galore“ ertönen eine herzzerreißend melancholische Lead/Melodie bzw. Sologitarre und Back-Up-Vocals, die an Queen erinnern. „Freddie Mercury finde ich sehr inspirierend! Vielleicht nicht, was die Kleidung angeht, aber gesanglich, textlich und attitüden-mäßig. Er ist einer der Größten!“, preist Arnim die viel zu früh verstorbene Entertainment-Ikone.

Neben Queen zollen die Beatsteaks auch dem King Tribut. „George Harrison hatte Elvis in Las Vegas getroffen, als der King schon ziemlich am Ende war. Hinterher meinte Harrison: ,He was great when he was great‘“, erzählt Arnim. Der Satz schlug sofort ein und findet sich in „She Was Great“ wieder, allerdings mit verändertem Geschlecht. Ein kleiner Kunstgriff, typisch für die Beatsteaks. Ihre Texte sollen vor allem vieldeutig sein, wie Trommler Thomas Götz betont: „Jedes Mitglied sieht die Lyrics unterschiedlich. Jeder kann den Text interpretieren wie er will, das ist das Geile daran.“ Und Arnim setzt hinzu: „In manchen Texten geht´s um mehrere Geschichten gleichzeitig. Man kann sich die Lieder von allen möglichen Seiten aus angucken. Ich interpretiere sie ganz anders als Thomas. Das ist kein Problem für mich, Hauptsache es entsteht ein Bild.“

Vieldeutig auch der Albumtitel. Schlägt man im Englischlexikon das Wort „Limbo“ nach, finden sich dort die Übersetzungen „Vorhölle“ und „Tanz“. Abgeleitet wird der Begriff vom lateinischen Limbus, das auch für „Blütensaum“ (Biologie) und „Teilkreis“ (Technik) steht. Unter „Messiah“ finden wir „Erlöser“, „Befreier“ und „Gesalbter“. Den Fantasien und Interpretationsmöglichkeiten dürften damit Tür und Tor geöffnet sein, jeder hat die Chance, dem Albumtitel seine persönliche Bedeutung zu geben.

Die Aufnahmen zu „.Limbo Messiah“ entstanden zwischen Juni 2006 bis Februar 2007. Der Beginn der Proben fiel genau in die Zeit der Fußballweltmeisterschaftseuphorie. „Wir hatten einen Bomben- bzw. Master- vielleicht aber auch überhaupt keinen Plan“, verrät Torsten, „wir wollten zwischen den Fußballspielen im Übungsraum komponieren. Am Ende haben wir gerade mal zwei Songs geschafft.“ Arnim zuckt die Schultern: „Fußball war nun mal wichtiger.“ Im Oktober fuhr die Combo mitsamt Produzent Moses Schneider für zwei Wochen nach Hamburg, um im Gaga Studio die Backings aufzunehmen. Im November ging es dann zurück an die Spree, wo im transporterraum die Gesänge verzwirbelt, rausgeknallt, weggeballert, abgeledert, oder auch nur auf Band gebannt wurden.

Elf Songs waren diesen schillernden Existenzen noch nicht genug, dazu drehten sie den 30-minütigen Film „Demons Galore“, der als Bonus-DVD der „.Limbo Messiah“ (Deluxe-Edition) beiliegt. Der Enthüllungsstreifen zerrt endlich die fiese Wahrheit über diese Möchtegern-Rockstars ans Licht. Hier wird das ungeschminkte Gesicht der Beatsteaks gezeigt: Frontmann Arnim mimt nach außen den Allet-dufte-Typen, beschwert sich aber hinterrücks bei seinem Promi-Buddy Jürgen Vogel, wie ätzend alle anderen sind. Torsten wird immer aggressiver und gewalttätiger. Thomas verstummt völlig, noch nicht einmal MTV´s Markus Kavka kann ihm ein Wörtchen entlocken. Die beiden Gitarristen Bernd Kurtzke und Peter Baumann liefern sich eine erbitterte Schlammschlacht, die auf der Couch der Psychologin endet. Es geht um die Frage, von wem die neuen Hits nun wirklich stammen. Kurz und krumm, gigantische Abgründe tun sich auf. Manch einer wird sich mit Grausen abwenden. Eines sei dem geschockten Betrachter aber noch gesagt, die Doku mag manches schöngefärbte Bild zerstören, aber bei anderen Bands (außer vielleicht bei den incredible Roy’s, von denen noch zu hören sein wird) sieht´s auch nicht viel besser aus.

Irgendwie typisch auch, dass das Komponieren, Proben und Livespielen den größenwahnsinnigen Hauptstädtern nicht genug ist. Frei nach dem Punk-Motto „Do It Yourself“ kümmert sich die etwas hohle, aber sympathische Band um beinahe alle Aspekte, die so ein komplexes Unternehmen mit sich bringt. Torsten schuftet im Mailorder Shop. Arnim hat den direkten Draht zum Management und designt geschmackvolle T-Shirts (oder was er für geschmackvoll hält). Bernd hält das Equipment in Schuss. Thomas sorgt dafür, dass die Website der Beatsteaks auf dem neusten Stand bleibt. Peter hat den Herkules-Job übernommen, sämtliche E-mails der Band zu beantworten. Jeden Montag um 18 Uhr treffen sich die Mitglieder mit ihren Managern Torsten und Eric zum Bandmeeting, „Paule“ genannt, um neue Pläne auszuhecken (und Bier zu trinken).
Quelle: streetteam.de

BEATSTEAKS - B-SEITE

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Okay, hier ist die volle Packung Beatsteaks mit quasi allem, was man von dieser Band so direkt eigentlich nie wissen wollte - aber trotzdem jemand zu dokumentieren wagte. So zappt man sich durch - grob gerechnet - rund hundert Stunden Beatsteaks mit Interviews, Live-Mitschnitten und dem ein oder anderen Totlacher, und freut sich, dass man sich die komplette Rutsche gleich noch mal geben möchte, und zwar mit Audiokommentar. Die 'B-Seite' zeigt uns das Herz der Band: Wie schreiben die Jungs ihres Songs? Wer macht im Tourbus das Licht aus? Wie weit liegt Britz von Treptow entfernt und wieso ist Thomas der dümmste Schlagzeuger der Welt? Fragen, die die Welt bewegen und die hier beantwortet werden. Dass zwischendurch und nebenbei auch mal ernste und nachdenkliche Töne angeschlagen werden, liegt in der Natur der Herrschaften. Die 'B-Seite' ist von der ersten bis zur letzten Sekunde ganz großes Kino und deshalb bereits heute ein Klassiker.


Verlag: (Warner)

Quelle:
Uncle Sally*s /Dez./Jan. 2005-06/Ausgabe 112


06.10.05 - Wat zu gucken



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Am 25. November werden die Beatsteaks ihre Doppel-DVD mit dem Namen 'B-Seite' unters Volk bringen. Neben diversen Videos, Making Ofs, TV-Berichten und tonnenweise Bonusmaterial gewähren euch die beiden Silberlinge mit Hilfe von "Originaldokumenten, Originaltönen und Originalbildern, auf einer Länge von 62 Originalminuten" tiefe Einblicke in die Bandgeschichte der Berliner. Erzählt wird die Saga der Rockbande übriges von Thomas Danneberg, der deutschen Stimme von John Cleese. Zweites Kernstück der DVD werden diverse Live-Mitschnitte aus der Deutschlandhalle in Berlin (Oktober 2004) und dem Capitol in Hannover (Dezember 2004) sein. Außerdem gibt es Ausschnitte vom Taubertal Festival 2004, dem Hurricane Festival 2005 sowie mehrere Bonusclips und Live-Einzeltracks zu bestaunen. In Kürze werde auf der Hompepage der Beatsteaks erste DVD-Häppchen zu sehen sein, also öfter mal vorbeiklicken.


Quelle:
Uncle Sally*s


beatsteaks - smacksmash



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Hand aufs Herz: Wann habt Ihr das letzte mal eine Platte gehört, die von der ersten bis zur letzten Minute spannend und aufregend war, euch immer wieder neu begeisterte, mitriss und überraschte? Solche Scheiben sind leider verdammt selten geworden - im letzten Jahr etwa haben gerade mal eine Handvoll Bands wie AFI, Billy Talent oder Mars Volta dieses Kunststück vollbracht. Die Beatsteaks aus Berlin gehören nun aber ebenfalls in diese Riege, denn 'Smacksmash' - ihr insgesamt viertes Album - lotet die Grenzen von Punk und Rock neu aus, sprengt Genre-Beschränkungen und rockt bis zum Geht-Nicht-Mehr. Anstelle steriler Studio-Sounds setzte man auf das Live-Einspielen in vier verschiedenen Studios und zimmerte zwölf Hymnen zusammen, die keinen einzigen Ausfall dulden. Ob man in 'Ain't Complaining' die Strokes mit den Descendents kreuzt, in 'I Don't Care As Long As You Sing' den Dancehall-Punk erfindet, bei 'What's Coming Over You' eine Weezer-Ballade in die Garage verlegt oder bei 'Hand In Hand' den einfach perfekten Mix aus dicker Zuckerschicht und dreckigem Rotz kreiert - hier stimmt von vorne bis hinten einfach alles. Heute noch Berlin, morgen die ganze Welt - mit diesem Album werden die fünf sympathischen Jungs endlich den großen Durchbruch erleben. Garantiert.


Label: (Epitaph/WEA)
Text: Tito Wiesner


Quelle:
Uncle Sally*s


beatsteaks - die wohnzimmer ep



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Hurra! Neue musikalische Späße von den Beatsteaks, wie wir sie schelmisch grinsender seit '48/49' nicht mehr gehört haben, und deshalb per 'Intro' ('48/49' auf Latein) und dem Querschläger 'Attention' nix wie rein in die Spaß-EP, die die Beatsteaks einzig und allein und extra und exklusiv und für sich und für euch und für das am 21. Dezember in der Berliner Columbiahalle stattfindendes 'Wohnzimmer Konzert' einprügelten. Fünf Coverstücke sind auf der EP enthalten, darunter 'I Fought The Law' (Thomas & Bernde alias Clash City Rockers) von The Clash, 'Hey Du' aus dem Linie 1-Musical, gesungen von Peter B. Aumann und einem Mann namens Kill Kill Gaskrieg am Backgroundmikro, 'Just Like Heaven' von The Cure (Berlin-Mitte 1987), 'Wish' von Nine Inch Nails und 'True Fine Lovers' von Cheap Trick, keine Ahnung, wie die auf dieses Lied kamen, scheiss Plattenbörsen. Das Ding gibt's umgerechnet für eine Konzertkarte und ist demnach, genau, auf Columbiahallengröße limitiert.


Quelle:
Uncle Sally*s


beatsteaks - living targets


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Dieses dritte Album der BEATSTEAKS ist in vielerlei Hinsicht das Zünglein an der Waage. Zunächst wollte die Band ihrem eigenen Anspruch der 'Neuorientierung' gerecht werden, sprich: Wie entwickelt man sich hörbar weiter, ohne den eigenen Trademark-Sound zu gefährden? So die Zielvorgabe. Kommen wir zum Ergebnis. 'Living Targets' repräsentiert eine Band, die sich einst als Berliner HardCore/Punk-Spaßkapelle in die Herzen der Baggypant-Fraktion rockte, mit dem Nachfolger 'Launched' straighter und 'gekonnter' auf den Punkt kam, um nun dank der Orientierung auf das Wesentliche sämtliche Erwartungen zu übertreffen. 'Living Targets' hat alles: Rock (viel), Punk (im Blut), 60ies Garage (auf der Rückbank), Pop - und vor allem eines: Seele. Diese Platte und diese Band spielen in Bezug Liveshows, Songs und Bodennähe ganz oben mit und es gibt keine, und ich betone: Keine! andere Formation, die mehr Energie, mehr Blut, Schweiß und mehr Charisma versprüht als dieser Berliner Fünfer. Und wenn die BEATSTEAKS mit 'Living Targets' nicht endlich die schwer verdienten Loorbeeren ins heimische Friedrichshain tragen dürfen, dann sind nicht die BEATSTEAKS gearscht, sondern ihr!


Quelle:
Uncle Sally*s


BEATSTEAKS - Das Warped-Tour Tagebuch - Eine Woche Punkrock



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20. Juli: Boston

Erste BEATSTEAKS-Show in den USA auf der kleinsten von fünf Bühnen, der sogenannten 'Welcome'-Stage, mit einer Stunde Verspätung wegen Stromausfall: Um 13.00 Uhr! Der Sound ist grauenvoll, die Organisation verheerend, aber das kann uns gerade ziemlich scheißegal sein ... denn auf der 'Warped-Tour' spielen: SUICIDE MACHINES, NOFX, GREEN DAY, SNAPCASE, MILLENCOLLIN, JURASSIC 5, HOT WATER MUSIC, LONG BEACH DUB ALLSTARS, MIGHTY MIGHTY BOSSTONES, MXPX, ONE MAN ARMY, ANTI FLAG, DEVIATES, GOOD RIDDANCE, ANIMAL, BIF NAKED, FLOGGING MOLLY, AVAIL, u.v.m. Außerdem natürlich massig Skater, Motorradstunts, Klamottenstände, von der Sonnenbrille bis zu Skatersocken kann sich die Zielgruppe mit allem eindecken. Nur Bier ist nicht aufzutreiben, zumindest nicht Backstage ... bis uns Heike aus dem Produktionsbüro die tägliche Palette zuschanzt. So freundlich aufgenommen scheint alles gut zu werden. Ach ja, die BOSSTONES arbeiten bei ihrem heutigen Heimspiel mit allen Tricks: Sie haben sich eine Actionshow gemietet: Die lebende Kanonenkugel - aus einer Kanone abgeschossen, fliegt der als Tänzer verkleidete Stuntman 50 Meter übers Gelände in ein aufgespanntes Netz - 5, 4, 3, 2, 1, Schuss und Flug - danach spielen sie 'The Impression That I Get'. That's entertainment! Kurz auch noch ein paar Worte zu SNAPCASE: So eine fette, einzigartige Band - und die Energie des Drummers reicht locker für drei weitere Hardcorekappellen!


21. Juli: Montreal, Kanada

Auf der ziemlich anstrengenden Fahrt nach Kanada werden wir morgens um 6.00 Uhr aus den Federn gerissen: Buskontrolle, und nicht zum letzten Mal: Einwanderungsbehörde ...
In Montreal eröffnen wir auf der Hauptbühne, während die Menschenmassen (oder sind es Ost A 6 Batterien?) hereinströmen: Den Leuten gefällt's, Arnim surft durch die Menge und tatsächlich wird alles gut. NOFX eröffnen ihre Show mit: 'Montreal, you've got the best audience in the world ... and I mean this totally sarcastic!' Danach wird noch 'Champs Elysees' zum besten gegeben und das überwiegend französischsprachige Publikum frisst ihnen aus der Hand. Da fällt mir spontan Fat Mikes Ansage bei der vorletzten 'Deconstruction-Tour' in Wien ein: 'My favourite country in Europe is Amsterdam ...'
Aber das wichtigste an diesem Tag waren natürlich die Beerbong-Olympics! Was soll ich sagen, kennt ihr noch 'Dosen schießen'? Bernd erklärt's euch: 'Mit Hilfe eines großen und eines kleinen Plastikschlauches wird die Durchlaufgeschwindigkeit und Menge einer normalen Bierflasche auf 500% gebracht. Am besten nicht schlucken, sondern direkt in den Zwölffingerdarm schicken, Prost!' HOT WATER MUSIC und MILLENCOLLIN sind bei dem Qualifying ganz vorne mit dabei. Nicht so gut, aber um so lauter dagegen sind die Haschprolls von LONG BEACH DUB ALLSTARS - blau sind am Ende alle ...
Ein Satz noch zum Ort des Geschehens: In einer schönen Parkanlage, mit viel Wasser drum herum gelegen, ca. 200 Meter von der berühmten Biosphäre entfernt, die zur EXPO in Montreal gebaut wurde, prima anzuschauen, und auch die Duschen des angrenzenden Ruderclubs waren toll ... aber egal, weiter nach Toronto.


22. Juli: Toronto

Heute hatten wir viel Besuch bei unserer Show - Die üblichen Verdächtigen waren: HOT WATER MUSIC, Joe, der Drummer der BOSSTONES, und danach gaben wir unsere erste Autogrammstunde am 'Epitaph'-Zelt.
Schließlich noch das erste Fußballmatch gegen die argentinischen Jungs von A.N.I.M.A.L., leider haushoch verloren, obwohl die größeren Spielanteile leider erst gegen Ende auf unserer Seite lagen, Bernds Knie war danach leider auch lädiert, toll!
Sonst gab's nicht viel zu feiern, da wir ziemlich früh mit zwei Mietwagen los mussten, um wieder, ohne allzuviel Grenzscherereien in die USA einzureisen. Mit viel Glück und der Hilfe von Peters frischgebackener Ehefrau Heather ging alles reibungslos über die Bühne (SUSPENSE!) und wir fanden uns morgens um 4.00 Uhr auf einem riesigen Parkplatz in Detroit Rock City wieder, der tags darauf zum 'Warped-Tour'-Gelände umfunktioniert wurde. Hässlich, hässlich ...


23. Juli: Detroit

Showtime heute, nach sehr wenig Schlaf schon um 13.00 Uhr. Dennoch ist es einfach unglaublich! Der Amerikaner an sich scheint uns zu mögen. Detroit ist übrigens die Heimatstadt der SUICIDE MACHINES, die hier mit ihrem 'Blau im Pit-Partysound', zwischen OPERATION IVY und RANCID mächtig abräumen, liebe Bravo-Leser. Außerdem beziehen wir heute wieder mal einen neuen Bus. Diesmal zusammen mit den Irish-Folk-Punkern von FLOGGING MOLLY. Und ich hatte endlich einmal Zeit, GREEN DAY anzuschauen: Wenn auf eine Band dieser Tour der Begriff 'Popstars' zutrifft, dann auf GREEN DAY! Außer den Songs, die ihr eh alle kennt, gibt es noch ein brennendes Schlagzeug, zerstörte Gitarren und überhaupt eine prima Show zu sehen ... 'the kids go apeshit!' Heute war wirklich alles dabei, sogar Gras und saubere Duschen.


24. Juli: New York

Das Venue liegt etwas außerhalb Manhattans, nämlich in Asbury Park, New Jersey. Showtime: 13.15 Uhr auf der Hauptbühne - mal wieder uuuuunglaublich! Heute veranstalten die DEVIATES ein Barbeque, und alle warten gespannt auf das heutige Qualifying für die Beerbong-Olympics, diesmal mit deutscher Beteiligung. Für uns gehen Heike, Bernd und Torsten ins Rennen, doch dazu später mehr.
Glanzpunkt waren für uns heute eindeutig JURASSIC 5. So einen DJ Battle habe ich (sowieso), aber wahrscheinlich auch ihr, noch nicht gesehen - Percussioneinlagen auf dem 'Keilriemen' des Turntables, aberwitzige Breaks und zum Kompott springt GREEN DAY-Drummer Tré Cool spontan auf die Session auf. Was für ein Glück, dabei gewesen zu sein!


25. Juli: Washington, DC

Russ, der Sänger von GOOD RIDDANCE rennt uns über den Weg und diktiert mir seine dürftigen Deutschkenntnisse: 'Die Sonne scheint heute/ ich habe eine große Tankstelle/ mein Vater hat neun Augen ...' So this is also, what an American PC-Band has got to say!?
Aber noch einmal zurück nach New York: Das deutsche Team hat sich, wie nicht anders zu erwarten, für das Finale der Beerbong-Olympics qualifiziert, und anschließend lauschten wir noch ein Weilchen den Freestyles der LONG BEACH DUB ALLSTARS & der TOLEDO SHOW, die vor dem Bus von SAVE FERRIS ein Soundsystem aufgebaut haben, und ihre SUBLIME-infizierten Reime in die Menge schütteln, natürlich nur für uns! Dennoch mussten wir früh in die Betten, um für die heutigen Finals fit zu sein ...
Unsere letzte Show heute war gut besucht, die BOSSTONES schauen vorbei, wieder mal die großartigen HOT WATER MUSIC, die DEVIATES, BUENOS, ... man kennt sich.
Die BOSSTONES lassen während ihrer Show Arnim von der PA aus ins Publikum springen und Joe, der Drummer, lacht mich bei jedem Beckenschlag aus! So viele Props ...
Dann kommt endlich das Finale - liebe Freunde des Kampftrinkens, Armdrückens, Fingerhakelns, Seilspringens! Ich will nichts beschönigen: Wir haben verloren und sind im Viertelfinale schmählich ausgeschieden ...
Noch jetzt, auf dem Flug nach Hause, können wir es nicht fassen, immer noch betreiben wir Ursachenforschung: Hat jemand das Bier manipuliert? Durch heimliche Zusätze dickflüssig und schwer verdaulich gemacht? Wir stehen vor einem Rätsel, und sind doch auf jeden Fall dabei, wenn es nächstes Jahr wieder heißt: 'Gestatten, wir sind MISCHKONSUM aus Berlin ... are you ready to Rock?'
Nachzutragen bleibt: Sieger wurden die Guinessverwöhnten FLOGGING MOLLY, gefolgt von MILLENCOLLIN, wenn mich die Erinnerung nicht täuscht ...
May the force be with you!
(DIE BEATSTEAKS!)


ARNIMS WARPED MEMORIES ...

Arnim über die Bands ...

GREEN DAY: Waren großartig! Sie haben zwar keine neuen Songs gespielt, sind in den USA aber noch immer riesige Popstars! Wenn GREEN DAY auf der Bühne waren, war das komplette Gelände ein einziger Moshpit!
NOFX: El Hefe & Fat Mike sind für mich die amerikanischen Bela & Farin.
JURRASSIC 5: Ich bin kein HipHopper, aber ich glaube, so etwas habe ich noch nicht gesehen. Die haben FLOW ...!
SNAPCASE, HWM, AVAIL: Jeweils sehr einzigartige Bands, mit einer jeweils sehr speziellen Energie.
BOSSTONES: Mit denen haben wir uns mittlerweile richtig angefreundet, live sowieso unschlagbar!
... und über
BEERBONG OLYMPICS: Zitat unseres Bassisten Torsten: 'Hier darf man mal Proll sein und kriegt auch noch Props dafür!'
CATERING: Naja, wenig, aber amerikanisch!
DUSCHEN: Ick hab drei mal geduscht, wen's interessiert ...
AMERIKANISCHES PUBLIKUM: Unterscheidet sich kaum vom Europäischen 'Warped'-Publikum. Das sind dieselben PunkRock-Kids, und es sieht eigentlich auch alles sehr ähnlich aus. Nur ist die 'Warped Tour' in Amerika drei mal größer als hier.


Gruss an alle, die auf nächste BEATSTEAKS-Platte warten: 'Ich sage euphorisch: Alles bleibt anders ...!' Bis dann, Rock ON!


WELCOME TO THE WORLD OF WARPED!
Ein paar Statements der anderen Bands ...


21. Juli: Montreal

I woke up a little late today. By the time I reached the show here in Montreal I had already missed the BEATSTEAKS and believe me it pissed me the fuck off. I've been listening to 'Launched' for weeks now and I've been dying to see the band play. Well, hopefully I'll get to see them tomorrow! Other than that, today seems to be like a plot of the others on this warped tour, a new surrounding; but the same good people hanging out, enjoying the music and later, for sure, there will be plenty of beer drinking and gambling. I'm NOT Missing the BEATSTEAKS tomorrow! Till next time, peace!
(Joe 'The Kidd' Sirois, MIGHTY MIGHTY BOSSTONES)


23. Juli: Detroit

Border Patrol are thieves! Stealing money and time and sleep after these long days linked in a row. Never stop. Tonight we drive from Detroit, Michigan to New York. Long fucking way to make up a cancelled show! We were supposed to have a day off, but the BEATSTEAKS said, 'only wimps take days off!' So we challenge or accept the challenge or something like that - no days off forever. Just the sun or the rain when it comes, and watching our friends go up on stage and play their asses off.
(Wollard, HOT WATER MUSIC)

I'm Opie from LONG BEACH DUB ALLSTARS and yes I enjoy BEATSTEAKS. They are great with beer and kids love them. Anytime I'm in Germany I listen to them and we play together. We have not been to Germany in a while, so it's good to see them again. I think they should have done the whole tour, right? Anyhow. Peace and love. Respect from above.
(Opie, LONG BEACH DUB ALLSTARS)
The last time we played with that BEATSTEAKS was in an old slaughterhouse. It was gorry ... there was blood stains everywhere. We drank blood together. Blood Brothers 4 ever.
(Jack, LONG BEACH DUB ALLSTARS)

25. Juli: Washington
I woke up this morning filling my cup with thoughts of the most beautiful girl, who I spent the whole day with yesterday. I actually met her in Asbury Park, New Jersey, a few days back. After talking to her for about an hour, I realized she's the one! The one who I will do work with. Mirroring each other, learning from each other, growing to get her and sharing each other. I don't know for sure where this will lead me, but I'm just following the vibe. I go with the energy.
(El Hefe, NOFX)


Quelle:
Uncle Sally*s


BEATSTEAKS - did it just for fun



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Da haben sich die Beatsteaks in ihren gemeinsamen Diskussionsforen, die mehr oder minder regelmäßig den Backstage unserer hefteigenen Homebase für gute 14 Stunden blockieren, was ganz Tolles ausgedacht: Die Beatsteaks-Wohnzimmertour. Drei Daten, drei Städte, drei Wohnzimmer und eine Handvoll Fans. Das macht summasumarum sechs Stunden Spielzeit über klapprige Boxen und gefährliches Crowdsurfen unter der Flurlampe. Nachdem die Beatbuletten mehr als 120 - teils extrem kranke - Bewerbungen gesichtet hatten und Bernde sogar einmal weinen musste, entschieden sie sich nach endlosem Abwägen für drei Spaß-versprechende Homeshows in Leipzig, Chemnitz und Aschau in Bayern. Sie haben es so gewollt...


Als die Beatsteaks am 2. Mai nach Leipzig einrollen, ist die Bude von Ellen, Annett, Seppi & Andrea schon „schnitzelbereit“, sprich: Der Flur ist leer geräumt, der Kühlschrank voll, die Kickergriffe gewärmt und Soundmann Tom kann seine popelige Soundkiste direkt neben der „Bühne“ (ebenerdig) auf einem extra bereitgestellten Hocker verankern. Die „Bühne“ ist im Übrigen der Durchgangsflur von Trakt eins zu Trakt zwei der (eine komplette Etage umfassenden) 228 Quadratmeter-WG und mit schöner und hellbrauner „Auslegware“ bedeckt. Später dann mit Bernde...
Für ihre Wohnzimmershows haben sich Arnim, Bernde, Peter, Torsten und Thomas natürlich auch überlegt, wie sie ihr Hitset aus drei kompletten Alben noch um ein paar Coverversionen erweitern könnten, zur eigenen Unterhaltung quasi. Also gab es neben dem „48/49“-Plunder und den üblichen „Launched“-Verdächtigen natürlich auch die „Living Targets“-Hymnen „Summer“ und „Let Me In“, darüber hinaus aber auch die Beatsteaks-Interpretationen von Social Distortions „Sick Boy“, „I Fought The Law“ von The Clash/Johnny Cash oder „Rock You Like A Hurricane“ (tse...) von den Scorpions. Gute zwei Stunden bolzten die Beatsteaks durch sämtliche Songs ihrer Karriere, spielten „Schlecht“ in circa zwölf verschiedenen Versionen (Reggae, Disco, und der Versuch eines HipHop-Acapella), bis schließlich Bernde sein dreckiges Kehlchen räuspern durfte.
Die Bude kochte, die Schneise zwischen Klo (chronisch besetzt), Küche und Kickerzimmer war mittlerweile mit Kippen gepflastert und die knapp 100 (un-)geladenen Freunde verwandelten den Flur der Punkrock-WG in ein rechteckiges Moshpit, Crowdsurfen inklusive. Schön auch die ausgeklügelte Lightshow: Lichtschalter an/aus schafft eine super Atmosphäre. Als Arnim bei „Manowar“ auf die Leute steigt und sein Surf zum anderen Ende des Korridors (und damit in den sicheren Tod, das Fenster war offen!) nur vom hilflos baumelnden Lampenschirm aufgehalten wird, ist eines klar: Am schönsten ist es immernoch „zu Hause“.

Text: Florian Hayler


Quelle:
Uncle Sally*s