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Interview mit Skipmag

(Mit Arnim & Peter)

Am Montag ist ja nun euer Album „Smack Smash“ erschienen. Könnt ihr mal ein bisschen erzählen was ihr dieses Mal im Studio anders gemacht habt, und wie die Produktion im Allgemeinen ablief

Arnim: Wir haben dieses Mal, nicht wie üblich und wie wir das bei den 3 Platten davor gemacht haben, alles sandwichmäßig aufgenommen - Also zuerst Drums, dann Bass, dann Gitarre und Gesang – sondern haben bis auf den Gesang alles gemacht. Wir waren auch nicht nur in einem Studio sondern in Vieren. Die Produktion war eigentlich keine richtige Produktion weil wir die ganze Zeit nur aufgenommen haben. Wir haben uns da keine großen Gedanken mehr um die Songs gemacht, sondern haben die einfach nur noch gespielt. Die Produktion hat also eigentlich ein halbes Jahr davor im Proberaum stattgefunden. Wir waren also diesmal komplett fertig und vorbereitet. Das war aber auch das erste Mal für uns. Wir sind sonst immer ins Studio gegangen mit halbfertigen Songs und groben Ideen, wo noch nicht richtig klar war wo der Song hin soll. Diesmal sind die Songs ganz normal im Proberaum entstanden. Wir spielen dann Demos und dann werden die Songs zeruppt und wieder zusammengepackt. Thomas hat aber auch z.B. „Hand in Hand“ bis auf die Gitarrensolos komplett fertig abgeliefert. Also das ist bei uns ganz unterschiedlich. Mal sind die Songs komplett fertig, und keiner weiß mehr groß zu klugscheißern und sagt dann nur noch „Geil wie geht das?“. Manchmal ist es dann aber auch ein erarbeiten des Songs. Wie z.B. bei „I don't care as long as you sing“. Das war ein Song an dem wir sehr lange gefeilt hatten. Da hatten wir zuerst den Bass, und dann die Gesangsmelodien. Manche Songs entstehen innerhalb von Minuten und manche brauchen sehr lang.

Arnim und Peter (BEATSTEAKS)

 

 

Man kann auf dem aktuellen Album ja auch einige Reggae Elemente raushören. Was hat euch zu dieser kleinen Stiländerung inspiriert?

Arnim: Wir haben viel CLASH gehört. Und auch THE POLICE war sicher auch immer ein indirekter Einfluss gewesen. Selbst „Shiny shoes“ klingt ein bisschen nach THE POLICE, wie ich finde. Oder auch wenn man sich „Me against the world“ anhört, vom ersten Album. Damals konnten wir das halt noch nicht so umsetzen, dass es was Eigenes hatte. SEEED ist auch ein großer Einfluss und eine Band die wir total schätzen. Wenn uns momentan etwas flashed, hat das denke ich auch direkt Einfluss auf unsere Musik. Das können wir nicht so trennen. Finde ich aber auch ganz gut, weil wir da recht offen sind und auch nicht wollen, dass es den einen BEATSTEAKS Sound gibt. Die Beatsteaks sollen im allerbesten Fall für etwas Unerwartetes stehe. Die sollen überraschen. Die sollen frisch sein. Man sollte sich auf eine bestimmte Qualität verlassen können, aber nicht auf einen bestimmten Sound.

 

Jetzt hab ich eben noch in einem Magazin gelesen, dass „Smack Smash“ als „Durchbruch“ in der Bandgeschichte angesehen wird. Wie denkt ihr über solche Prognosen?

Peter: Das sehe ich als Kompliment an. Das ist jetzt aber kein Ansatz gewesen, etwas zu machen was jetzt vielleicht zwei, drei Leuten mehr gefällt als vorher. Wir machen halt einfach so Musik. Und dann überraschen wir uns auch selber, wie wir dann klingen zu dem jeweiligen Zeitpunkt zu dem wir die Platte aufnehmen. Wenn es kommerzieller klingt find ich das an sich eigentlich auch nicht so schlimm. Wenn das jetzt in dem Sinne gemeint ist, dass es mehr Leuten gefällt bzw. mehr Leute da Zugang zu finden. Es ist halt eine gute Sache weil wir uns darum keinen Kopf gemacht haben. Obwohl ich selber finde, dass der Sound Leute, die nicht Musikliebhaber sind, eher abschrecken wird. Also die gefällt schon eher Leuten, die die Musik anders hören als der Ottonormalverbraucher.

 

Ihr habt ja vorab schon eine kleine Tour gemacht. Wie kamen dort denn die neuen Stücke beim Publikum an?

Arnim: Sehr gut!

Peter: Ja, sehr gut!

Arnim: Das lag aber auch daran, dass wir die am besten spielen konnten, weil wir die ja auch im Studio immer gespielt haben (Gelächter). Die alten waren so ein bisschen…. Uaahhh. Da wussten wir direkt was wir zu tun haben für die richtige Tour.

Arnim und Peter (BEATSTEAKS)

 

 

Dir, Arnim, ging es ja gesundheitlich auch ein wenig schlechter wie man lesen konnte. Bist du denn jetzt wieder voll auf dem Damm? Wie geht es dir momentan?

Arnim: Gut. War aber eigentlich wie immer. Ich brauch halt ein bisschen um wieder rein zukommen, und vergesse auch schon mal das Warmsingen und wie das ganze auf Tour zu laufen hat. Wir haben ja die Konzerte gespielt und dann an dem Tag auch noch Interviews gegeben. Das war schon so ein bisschen Doppelbelastung wenn man erst labern und dann Abends noch singen muss.

 

“Live“ ist ja auch so ein Stichwort. Man sagt ja dass die Beatsteaks eine der geilsten Livebands sind. Was macht euch so besonders?

Arnim: Das musst du andere Leute fragen. Keine Ahnung. Also Gott sei Dank machen wir uns darüber keinen Schädel. Wir wissen wie wir das für uns so frisch wie möglich halten, dass keine Routine rein kommt. Eine gewisse Routine ist gut, aber keine die die Leute in den ersten fünf Reihen spüren sollten. Es ist, denke ich wichtig, dass wir in Bewegung bleiben und dass Spaß rüberkommt. Vielleicht auch nichts so perfektes. Etwas Ehrliches, Normales. Wir sind ja auch wie die da, und spielen halt nur in einer Band. Die kommen und wir versuchen die Party anzureißen. Letztendlich sind wir ja nicht die Rock Stars. Auch wenn wir auf den Titelblättern sind, versuchen wir die Typen zu bleiben die wir sind. Da kann man sich auch ganz schön drin verlieren in der Sache.

 

Was euch ja sicher eine größere Hörerschaft beschert hat, waren die Konzerte mit den TOTEN HOSEN und den ÄRZTEN. Wie wurdet ihr denn dort aufgenommen?

Arnim: Super!

Peter: Ja, wahnsinnig! Du kannst ja jede der beiden Bands fragen „Wer war die beste Vorband?“ „Na die Band aus Berlin“.

Arnim: Bei uns wirst du dann hören, wenn du fragst „Was waren die geilsten Jobs?“ „Vor den TOTEN HOSEN und den ÄRZTEN spielen“.

 

Und SEX PISTOLS?

Arnim: Nicht einmal annähernd so geil. Es war schon der Wahnsinn. Wir waren ja auch ganz frisch zusammen gewesen damals, unser zehntes Konzert oder so, aber das mit den HOSEN und den ÄRZTEN ist der Wahnsinn gewesen. Du spielst dann da drüben in der Köln Arena und das ist einfach der Wahnsinn! Wir können denen auch nur immer wieder danken. Die erwähnen uns in Interviews und sogar in ihren Songs. Das ist wirklich der volle Support.

 

Wo ich eben noch die Sex Pistols erwähnte drängt sich jetzt bei mir die Frage nach euren Anfangstagen auf. Könnt ihr da ein bisschen zu erzählen?

Arnim: Oh, die Anfangstage. Peter sag du doch mal was zu unseren Anfangstagen

Peter: Ich kann das jetzt nur von meinem Standpunkt aus erzählen. Ich kam ja so ’92 in die Band. Da hatten wir einen Sänger der war eigentlich kein Sänger. Der kam mal zur Probe und mal nicht. Das war also wirklich Kraut und Rüben. Halt eine Hobbykapelle. Wir haben irgendwas nachgespielt und hatten auch ein paar eigene Stücke. Aber ich kann mich nicht an Auftritte erinnern wo jemand anders als Arnim gesungen hat. Da war ich noch nicht dabei.

Arnim: Zu Anfang war das auch eine richtige Kellerband. Da musste irgendwann mal jemand kommen und sagen „Hey, jetzt nehmt doch mal ein Demo auf“. Wir haben uns da zu Anfang einfach nur getroffen und Musik gespielt.

Peter: Spaß daran Krach zu machen. Lieder die du da grade total geil fandest, hast du dann versucht nachzuspielen. Also eigentlich wie jeder andere auch der grade mit Musik anfängt. Einfach etwas Lautes machen, was irgendwie anders ist als das was sonst so abgeht. Ist halt ein anderes Hobby als z.B. Fußballspielen.

 

Arnim: Ich kam in den Proberaum, da stand auf der Drum „BEATSTEAKS“

Peter: Da stand sogar noch „THE BEATSTEAKS“. Wir waren wahrscheinlich eine der ersten „THE“ Bands bevor das ganze „THE“-Ding losging. Und dann haben wir einfach das „THE“ weg gestrichen (lacht). Das der Name relativ bekloppt ist, wussten wir schon. Nach dem ersten Demo haben wir gesagt „Wir machen ja ganz coole Musik und dann so ein Name?“. Aber seit den frühesten Tagen hat sich unsere klitzekleine Antihaltung rauskristaliesiert und da haben wir gesagt: „Genau deshalb lassen wir den Namen“. Mittlerweile find ich den aber richtig cool, weil es vor allem nicht einfach nur ein Name ist. Der beschreibt was ich schon seit Jahren mache und der beschreibt die Band. Der klingt jetzt nicht cool, aber ich find den ganz geil!

 

Welche Bands hört ihr euch eigentlich privat so an?

Arnim: Wir nehmen z.B. eine Band mit die heißen MONEY BROTHER und kommen aus Schweden. Die sind super und haben eine tolle Platte gemacht. Oder das Soloalbum von JOHN FRUISCANTE find ich total cool. OUTKAST find ich persönlich sehr inspirierend. Bei mir ist es immer sehr wenig Rock.

Peter: Das macht dann wahrscheinlich auch den Mix aus.

Arnim: Es ist wirklich alles. Thorsten, unser Bassist, hört z.B. sehr viel HipHop. Thomas ist sowieso ein Musikjunkie. Der hört alles. Peter spielt auch mal gerne Lieder nach die er grade gehört hat. Die Ohren sind offen! Was uns jetzt direkt zur Platte beeinflusst hatte waren Bands die ihre Platten so aufgenommen haben wie wir das jetzt gemacht haben. Weniger neue Bands, sondern Bands aus der 80ern und 70ern. Die sich halt einfach ins Studio gestellt haben und gespielt haben. Also nicht so ausproduziert sonder direkt gespielt.

 

Habt ihr momentan schon besondere Pläne wie es mit den BEATSTEAKS weitergehen soll?

Arnim: Das allerwichtigste ist erstmal die Tour. Was danach passiert sind zum einen Festivals und zum anderen, wie man auf unserer Homepage sehe kann, 2 Schulgigs. Wir spielen dann in einer Aula und am nächsten Tag bei Rock Am Ring. Wir werden Clubkonzerte machen und dann versuchen „Smack Smash“ in die Welt zu tragen.

Arnim und Peter (BEATSTEAKS)

 

 

Was mich jetzt noch mal kurz zu eurer aktuellen Scheibe zurückbringt. Es soll ja ewige Nörgler geben, die sagen, dass ihr früher besser geklungen hättet als heute. Wie stehst ihr denn zu solchen Aussagen?

Peter: Ich find es irgendwie albern. Meiner Meinung nach ist „Smack Smash“ eigentlich sehr hart. Man muss die Pop-Elemente da erstmal raushören. Wenn „Shiny Shoes“, „Me against the world“ oder „Different ways“ kein Pop sind dann weiß ich es auch nicht. Oder „Disconnected vom letzten Album. Was wir ganz gut gemacht haben ist die Sachen wirklich in einen Bandkontex zu packen. „I don't care as long as you sing” ist halt unsere Version von Reggae Musik. Das haben wir noch nie so gut geschafft. Oder “Ain’t Complainin’”, von dem Album ist so der aktuelle Stand wie wir Pop und Rock verbinden.

 

So, gegen Ende des Interviews, gibt es bei uns immer die typischen SkipMag Fragen. Da wir ein Online Magazin sind, fragen wir uns natürlich wie ihr zum Thema Internet steht.

Arnim: Ja, super. Ich denke unsere Homepage ist der wichtigste Draht für die Fans und auch für die Band. Man erhält immer ein direktes Feedback. Im Internet passieren aber auch viele Sachen, grade was z.B. Musik runterladen betrifft, da sind die Leute so in einer Kurve und wissen nicht wo sie ankommen. Das wird sich alles verändern und man weiß nicht wie das in fünf Jahren aussehen wird. Wir werden sicher noch Platten machen und wie ich und du sein. Aber wie wir unsere Platten an den Mann bringen weiß man noch nicht so. Das scheint sich momentan alles sehr, sehr schnell zu drehen, und wo es letztendlich hingeht weiß keiner.

Arnim und Peter (BEATSTEAKS)

 

 

Und die Kehrseite? Musikpiraterie und Konsorten?

Peter: Also es ist wirklich sehr hilflos wenn du jetzt sagst „Das ist schlimm weil dadurch so und so viele Nachwuchsbands gekillt werden“. Das sind so hilflose Versuche eine Sache aufzuhalten die schon lange aus dem Ruder gelaufen ist. Andererseits kann ich aber auch nicht sagen „Das ist doch super“. Klar ist es schwer das Leuten klar zu machen, da CDs generell zu teuer sind, dass Musik genauso eine Ware ist, die bezahlt werden muss. So blöd das jetzt klingt. Aber Leute wie wir, gehen ja auch ins Studio. Dann muss das Studio bezahlt werden, und es wird aufgenommen. Da stecken ganze viele Menschen ihre Köpfe zusammen und machen etwas was man gar nicht so mit Zahlen bewerten kann, und dann kannst du das einfach so haben. Da denk ich mir „Ist ja schön, dass du die Musik so gut findest und die haben willst. Ist ja cool“, aber für die Bands ist es dann halt schon eine unfaire Rechnung wenn du nichts dafür kriegst. Auf der anderen Seite ist es aber halt auch wieder doof zu sagen „Mach das nicht“. Was man jetzt aber auch gesehen hat, ist dass viele Leute losgegangen sind und die neue Platte gekauft haben. Mir würde es da ja auch so gehen, wenn ich was total gut fände und meinetwegen auch eine gebrannte Version davon hätte. Wenn ich es gut genug finde hol ich mir dann auch das Album. Weil mich auch einfach interessiert wie die das gemacht haben, wie die das gemeint haben, das Artwork, die Texte, was die Band halt so verkörpert. Aber es steckt auf jeden Fall eine Art autonomer Zug dahinter den ich nicht verurteilen kann. Blöderweise stehe ich aber halt auch auf der Seite die 1 bis 2 Mark dafür haben will (lacht). Aber ich glaube MADONNA und METALLICA trifft es wesentlich härter als uns.

 

Ok, das war es jetzt auch schon. Möchtet ihr noch ein paar Worte an eure Fans richten?

Ja, unbedingt. Dass sie sich nicht erschrecken sollen und dass sie ruhig bleiben sollen „BLEIBEN SIE RUHIG“ – wir versuchen auch ruhig zu bleiben.

Ja, dann vielen Dank für das Interview und noch weiterhin viel Erfolg

Quelle:
skipmag.de