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BEATSTEAKS - It´s a kind of magic



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Seit Wochen hat man nix mehr von der Berliner Hitfabrik Beatsteaks gehört, und das hat einen Grund: Die Jungs hockten Tag und Nacht über ihren Instrumenten, um die Stücke des neuen, bisher unbetitelten Albums auf Band zu nageln. Neulich erreichte uns aber das erste Lebenszeichen. Arnim, Peter, Thomas, Bernde und Torsten läuteten die letzte Etappe ihres Aufnahmemarathons durch drei verschiedene Studios ein, indem sie Freunde und Familie ins Berliner Knaack baten, um ihnen eine erste Live-Hörprobe zu kredenzen und diese auch schön mitzuschneiden. Ein Abend zum Mitmachen.


“Ihr steht hier vor sehr nervösen Beatsteaks“, grinst Arnim in die Runde, bevor sich die Jungs in ihr erstes Stück stürzen. Peter und Bernde spielen sitzend, Torsten „Fluppi“ Scholz ist mittlerweile der zweite beste Bassist der Welt und Thomas hat sein T-Shirt noch am Leib, als die ersten Takte eines Neckbreakers aus den Amps krachen. Eine echte Singalong-Punkrock-Beatsteaks-Hymne, die so dermaßen mitreißt, dass man sich danach erstmal die Kinnlade zurechtrücken muss. Von wegen „nervös“. Arnim singt und schreit sich durch die Refrains, als würde er morgen für immer verstummen, skankt, klatscht, springt und haut in seine Linkshänder-SG, dass die Nägel bluten. Mann o Mann, dieser „letzte Studiotag“ im Konzertsaal des Knaack macht nicht nur den Jungs Spaß wie nix, auch allen Anwesenden steht ein vorfreudiges Grinsen ins Gesicht geschrieben, dass den Abend über die Mundwinkel stetig weiter in Richtung Ohren wachsen lässt. Das erste Mal neue Beatsteaks-Songs zu hören, ist ja irgendwie auch wie neue Leute zu treffen, von denen man einfach weiß, dass man sie schnell sehr lieb gewinnen wird.


Arnim erzählt von den bisherigen Studiotagen, vom Catering a la Carola (heute: Kassler, Sauerkraut & Kompott), von der Blöd-Liste, die die Jungs für Verspieler oder dämliche Kommentare eingeführt haben und die auch heute Abend die Bühnenwand ziert. Einen Strich auf der Liste fängt sich heute übrigens jeder ein, ändert damit aber nichts an der eindeutigen Führung von Fluppi-Torsten. Die neue, noch namenlose Beatsteaks-Platte wird von Moses Schneider produziert, der bereits die „Wohnzimmer EP“ zum Meisterwerk mixte. „Bei dem Typen kann man echt ausflippen“, strahlt Arnim begeistert in Richtung des Gemeinten. Der steht beim heutigen „Konzert“ nämlich gleichzeitig in der ersten und letzten Reihe. Vorne wird getanzt, hinten produziert. Nach dem Heavy-Track „Hello There“, mit Picking-Peter an der Gitarre, folgt mit „Vision“ einer der Songs von Thomas - mittlerweile natürlich ohne T-Shirt. Fluppi holt sich vor dem Wechsel in den „Metal-Part“ noch einen Strich auf der Blöd-Liste ab, um beim Nachfolger „I Don't Care“ eine 1A-Figur abzuliefern. Im Anschluss an dieses eher getragene Groovemonster folgt laut Peter: „Der absolute Oberbrecher“. Recht hat er. Noch ganz ohne Text entpuppt sich der Titel schnell als hitverdächtiger Beatsteaks-Speedball, mit ordentlich Hooks und Melodie und damit als etwas, das man gemeinhin als unwiderstehlich bezeichnet. Und wo Arnim noch schweigt ist jetzt das stimmliche Talent des Publikums gefragt. Man bittet zur Chorprobe. „Shalalala“-Refrain und Rhythmusübungen - abwechselndes Singen und Klatschen überfordert den ein oder anderen Rhythmuskrüppel, doch die Masse macht´s wett. Am Ende sind Moses und die Beatsteaks zufrieden und auch der Mob ist glücklich. Wenn alles gut gegangen ist, könnt ihr Euch im März auf der Platte von dem Ergebnis überzeugen.


Beim folgenden Song wird es andächtig, denn das Stück „Hello Joe“ ist eine Hommage an Clash-Frontmann Joe Strummer, der am 22. Dezember 2002 verstarb - genau einen Tag nach dem legendären Wohnzimmer-Gig in der Berliner Columbiahalle. Das Stück erinnert sofort an das gute alte „London Calling“ und dürfte vor allem den „Clash City Rockers“ Thomas und Bernde einiges bedeuten. Der siebte und vorletzte Song „My Vacation“ fegt als Kick Ass-Punkblitz mit gezielt gesetzten Breaks und ordentlich Wut und Rotz in der Seele noch einmal durch den Saal, bevor sich die Beatsteaks von Freunden, Familie und Fans mit dem entspannten „My Vacation“ verabschieden. „Wir machen die beste Scheibe, die in uns steckt“ verspricht Arnim noch und wir glauben ihm. Wir sind jung, aber wir können kaum noch warten.


Foto: Torsten Otto
Text: Florian Hayler


Quelle: Uncle Sally*s